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Bangladesch: Keine Hoffnung mehr auf Überlebende

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Bangladesch: Keine Hoffnung mehr auf Überlebende

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Mehr als vierhundert – das ist inzwischen die Zahl der Toten nach dem Gebäudeeinsturz von Bangladesch. Rund 150 Menschen werden nach Polizeiangaben immer noch vermisst. Die Rettungskräfte teilen aber mit, sie hätten keine Hoffnung mehr, nach knapp einer Woche unter den Trümmern noch Überlebende zu finden.

Bei dem Unglück war nahe der Hauptstadt Dhaka ein achtstöckiger Bau mit mehreren Textilfabriken eingestürzt. Die meisten Arbeiter dort und somit auch die meisten Opfer waren junge Frauen. Acht mutmaßlich Verantwortliche wurden inzwischen festgenommen – Fabrikmanager, Bauingenieure, auch der Gebäudebesitzer.

Der Zorn im Land ist aber weiterhin groß, wie auch bei der Maikundgebung in Dhaka. “Wir wollen Löhne, von denen wir leben können”, sagt hier eine Gewerkschaftsführerin. “Außerdem müssen solche Firmenbesitzer, die Arbeiter umbringen, volle Entschädigung zahlen.”

Das Unglück hat wieder einmal auf die Arbeitsbedingungen in Bangladeschs Textilbranche aufmerksam gemacht. Das Land ist aber wirtschaftlich fast völlig auf die Textilausfuhren angewiesen, die zum allergrößten Teil in westliche Länder gehen.