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Massenschlägerei in venezolanischer Nationalversammlung

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Massenschlägerei in venezolanischer Nationalversammlung

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Im venezolanischen Parlament flogen die Fäuste. Örtliche Medien berichten, der Opposition sei im Parlament das Rederecht entzogen worden, woraufhin diese lautstark protestierte. Anschließend wurde auch auf andere Art und Weise ausgeteilt. Die Schuld für die tätlichen Angriffe schoben sich Regierungspartei und Opposition gegenseitig in die Schuhe.

“Wir werden unseren Kampf fortsetzen und nicht einen Millimeter davon abrücken, um der Zukunft des Landes eine Chance zu geben”, sagte der sichtlich lädierte Oppositionspolitiker Julio Borges. “Die Regierung sieht sich wohl gezwungen, Gewalt anwenden, eben weil wir gewinnen werden”, fuhr er fort.

Die Opposition weigert sich, den Erfolg Nicolás Maduros anzuerkennen und spricht von Betrug. Der 50-Jährige war am 14. April zum neuen Präsidenten und damit zum Nachfolger von Hugo Chavez gewählt worden. Er hatte 1,5 Prozentpunkte mehr verbucht als sein Widersacher Henrique Capriles. Venezuelas Behörden haben eine Überprüfung der Ergebnisse in die Wege geleitet, die Opposition lehnt dieses Verfahren ab und fordert weitreichendere Maßnahmen.