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Stillstand und Hoffnungslosigkeit in Griechenland

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Stillstand und Hoffnungslosigkeit in Griechenland

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Im Zentrum von Athen haben rund 10.000 Menschen gegen das harte Sparprogramm protestiert. Die Gewerkschaften hatten mit deutlich mehr Demonstranten gerechnet. Griechenland steckt seit fünf Jahren in der Rezession und viele sind protestmüde. Zudem nutzten einige Griechen die Feiertage für einen Kurzurlaub.

Einem Abgeordneten der linken Oppositionspartei Syriza zufolge sind viele Menschen demoralisiert und sehen keinen anderen Weg mehr. Nicht so Syriza-Chef Alexis Tsipras. Er glaubt noch an die Macht der Straße: “Die Wirtschaft wird nicht von dem bankrotten Bankensystem oder dem korrupten politischen System wiederbelebt werden. Die Arbeiter werden mit ihren Kämpfen die Wirtschaft wieder in Schwung bringen.”

Von dem Streik waren vor allem die Fähren und der Bahnverkehr betroffen. Und Touristen, die heute die Akropolis besichtigen wollten, standen vor verschlossenen Toren. Dieser US-Amerikaner sieht die Schuld bei Deutschland: “Merkel hat Griechenland erobert und das sind die Folgen! Hier sind wir nun und wahrscheinlich werden wir nicht die Gelegenheit haben, die Akropolis ein anderes Mal zu sehen. Da sind wir natürlich enttäuscht.”