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Streiks und Demos in Griechenland

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Streiks und Demos in Griechenland

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Aus Protest gegen das harte Sparprogramm haben die Gewerkschaften in Griechenland zu Streiks aufgerufen. In Athen herrscht an diesem ersten Mai noch Ruhe vor dem Sturm. Gegen Mittag sind mehrere Demonstrationen geplant.

Kostas Stimenos arbeitet als Taxifahrer. Er klagt: “Wir haben viel verloren. Sie zwingen uns dazu, das Land zu verlassen. Ich erwäge Deutsch zu lernen, damit ich etwas mit meinem Lehrerdiplom anfangen kann. Ich werde nach Deutschland auswandern müssen.”

Griechenland kommt erneut zum Stillstand, die Ärzte in den Krankenhäusern behandeln nur Notfälle, Ministerien und Behörden bleiben geschlossen und die Fähren und Züge fahren nicht.

Die meisten Geschäfte haben jedoch geöffnet. Die Händler, die sehr unter der Krise leiden, hoffen, wenige Tage vor dem orthodoxen Ostern noch Umsatz zu machen. Denn in Griechenland ist es üblich an diesem christlichen Fest Angehörige und Freunde zu beschenken.

Der Streik hat die Pläne jener Touristen durchkreuzt, die heute die Akropolis in Athen besichtigen wollten. Der Engländer Mark hat dennoch Verständnis: “Ich bin sehr enttäuscht. Ich bin extra aus Großbritannien angereist. Wenn ich von dem Streik gewusst hätte, wäre ich gestern gekommen. Heute ist mein letzter Tag, mein Flug ist in ein paar Stunden. Ich bin enttäuscht, aber soweit ich vestanden habe, hat Griechenland derzeit Probleme.”