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Euro-Leitzins nähert sich der Nulllinie

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Euro-Leitzins nähert sich der Nulllinie

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Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins auf ein historisches Tief gesenkt – von 0,75 auf 0,5 Prozent. Es war der erste Zinsschnitt seit dem vergangenem Juli. Die Leitzinsen in den USA und Japan sind noch niedriger.

Der sogenannte Hauptrefinanzierungssatz ist der wichtigste Leitzins der EZB.

Diesen Zinssatz, zu dem sich Banken bei ihr refinanzieren können, hat die Notenbank seit Juli 2008 schrittweise von 4,25 Prozent auf nahe Null gesenkt.

Im Vorfeld sah so mancher die Bundesbank-Traditionen verletzt. EZB-Präsident Mario Draghi:

“Diese wirtschaftliche Schwäche und die neuen mittelfristigen Preisprognosen betreffen nicht mehr nur periphere Volkswirtschaften – wo man Zweifel anmelden könnte an den Übertragungsmechanismen der Geldpolitik – sondern auch Kernländer. “

An den Börsen hatten viele damit gerechnet, dass die Notenbank wegen der immer stärkeren Konjunkturabkühlung ihren Schlüsselzins kappt. Wegen der niedrigen Teuerungsrate – zuletzt lag sie nur noch bei 1,2 Prozent – hatte die EZB freie Hand.

Die Währungshüter hoffen, dass die Finanzbranche das billige Geld in Form von Krediten an Unternehmen und Verbraucher weiterreicht. Bisher funktioniert das nicht im erwarteten Maß – obwohl
das Zinsniveau im Euroraum schon seit Juli 2012 sehr niedrig ist

Mit Reuters, dpa

Mit Reuters, dpa