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Mein erstes Gewehr: Fünfjähriger erschießt kleine Schwester


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Mein erstes Gewehr: Fünfjähriger erschießt kleine Schwester

Ein fünfjähriger Junge aus dem US-Bundesstaat Kentucky hat beim Spielen mit seinem Gewehr seine zweijährige Schwester erschossen. Die Waffe der Marke “My first rifle” (“Mein erstes Gewehr”) hatte er vor einem Jahr geschenkt bekommen. Der Hersteller wirbt für das Gewehr mit einer lustigen Grille und dem Spruch: “Qualitätswaffen für Amerikas Jugend.” Auf der Internetseite werden Flinten in blau und pink angeboten.

Der Leichenbeschauer des Ortes sagte: “Die ganze Gemeinde ist am Boden zerstört. Das Einzige, was wir aus dieser Tragödie lernen können ist, beim Umgang mit Schusswaffen mehr auf Sicherheit zu achten.”

Erst vor drei Wochen hatten zwei Kleinkinder kurz hintereinander zwei Menschen getötet. In beiden Fällen waren die Flinten geladen und ungesichert. Die Waffenkultur ist in den USA tief verankert und weder die jüngsten Tragödien noch die Amokläufe bringen die Befürworter davon ab. “So ist es nun mal in den ländlichen Gegenden in den USA. Die Menschen gehen zum Schießstand, auf die Jagd, fischen – es ist eine Lebensart. Hier lernt man schon früh den Respekt vor Waffen und wie man sie benutzt,” so der Richter des Landkreises.

Die Waffenindustrie in den USA wirbt verstärkt um Nachwuchs. Jedes Jahr gehen Millionen in Werbung und Lobbyarbeit. Zur Begründung heißt es meist, dass ein Kind durch die Beschäftigung mit Feuerwaffen Verantwortung erlernen könne.

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