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St. Petersburg weiht sein ersehntes neues Mariinsky-Theater ein

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St. Petersburg weiht sein ersehntes neues Mariinsky-Theater ein

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Das alte Mariinsky-Theater spiegelt sich im neuen: Gleich jenseits des Kanals gleich hinter dem grünen Altbau wird heute abend mit einer Gala das neue Opern- und Balletthaus von Sankt Petersburg eröffnet.

Am Abend zuvor durften schon langjährig Beschäftigte des Theaters – ebenso wie zum Beispiel Kriegsveteranen – das neue Haus kennenlernen, bei einer Veranstaltung eigens für sie. “Ein wunderschönes Theater”, sagt die Veteranin Nina Sutschilina, “das alte Mariinsky ist ja zu klein für alle Gäste. Schön, dass wir
jetzt so einen Palast haben.”

“Die Akustik im neuen Haus ist großartig”, meint der Pianist Dennis Mazujew. “Noch in der letzten Reihe der Ränge hört man jeden Ton. Die Akustik ist so leicht, und auch die technischen Möglichkeiten des Theaters sind einzigartig.”

Der neue Saal fasst zweitausend Zuschauer – das ist nicht die New Yorker Met, aber etwas mehr als zum Beispiel die Deutsche Oper in Berlin, nach dem Festspielhaus Baden-Baden der zweitgrößte Theatersaal in Deutschland. Acht Jahre hat der Bau des Theaters gedauert, der sich nun “Mariinsky 2” nennt.

Für die Akustik sind deutsche Experten verantwortlich. “Der Rauminhalt ist mit achtzehntausend Kubikmetern ideal für Opern”, erläutert der Akustiker
Jürgen Reinhold. Weil es nur drei Ränge gebe – häufig sind es fünf -, komme mehr Schallenergie durch den Raum. Der Effekt: Auch die hinteren Reihen hätten den vollen Klanggenuss.

Im Vergleich zum alten Mariinsky – in der Sowjetunion bekannt als Kirow-Theater -, das inzwischen gut 150 Jahre alt ist, bietet das neue Theater jetzt mehr als doppelt soviel Fläche: Und Sankt Petersburg bekommt einen wichtigen Trumpf, um sich weiterhin als Russlands Kulturhauptstadt sehen zu dürfen.