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Konjunktur in Europa: Ein Schrittchen zurück, ein Schrittchen vor

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Konjunktur in Europa: Ein Schrittchen zurück, ein Schrittchen vor

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Die EU-Kommission hat ihre Konjunkturprognose für das Frühjahr nach unten korrigiert. Demnach schrumpft die EU-Wirtschaft im laufenden Jahr um 0,4 Prozent – das ist 0,1 Punkt mehr als noch im Februar vorhergesagt. Dann erhole sich die Wirtschaft der Europäischen Union nach der langanhaltenden Rezession nur äußerst langsam, so EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn.

Im kommenden Jahr dürfte die Wirtschaft in den 17 Euroländern nur leicht wachsen – um 1,2 Prozent, 0,2 Punkte weniger als bisher angenommen.

EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn:

“Wichtigster Wachstumstreiber ist in naher Zukunft die Nachfrage von außen. Die Binnennachfrage leidet noch an den Folgen der tiefen Finanzkrise.”

Angesichts der Rezession müsse alles Mögliche getan werden, um die Krise der Arbeitslosigkeit in Europa zu überwinden.

Von gut 12 Prozent Arbeitslosenquote kommt die Eurozone in diesem und auch im kommenden Jahr nicht herunter, so die Frühjahrs-Konjunkturprognose der Kommission.

Die Haushaltssanierung gehe weiter, aber langsamer, so Rehn.

Die Eurostaaten sind 2014 im Schnitt mit 96 Prozent der Wirtschaftsleistung verschuldet – das sind etwa 30 Punkte mehr als vor Ausbruch der Finanzkrise.

Und Europas Defizitsünder sollen mehr Zeit zum
Sparen bekommen – etwa Frankreich und Spanien haben jeweils zwei Jahre mehr Zeit, um die Maastrichter Defizitgrenze von drei Prozent einzuhalten.

Im Gegenzug soll Paris Verkrustungen auf dem Arbeitsmarkt aufbrechen und das Rentensystem reformieren.

Mit Reuters, dpa