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Mord-Anschläge im Vorfeld der Parlamentswahl in Pakistan

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Mord-Anschläge im Vorfeld der Parlamentswahl in Pakistan

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Eine Woche vor der Wahl erfasst Pakistan eine Welle der Gewalt. In Islamabad ist ein leitender Ermittler im Mordfall der ehemaligen pakistanischen Premierministerin Benazir Bhutto erschossen worden. Chaudrhy Zulfiqar war für die staatliche Ermittlungsbehörde FIA mit der Aufklärung der Tat befasst.
Unbekannte sollen von einem Motorrad aus bis zu zwölf Kugeln auf ihn abgefeuert haben.

Im Zusammenhang mit der Ermordung Bhuttos 2007 wird auch gegen den ehemaligen Militärmachthaber Musharraf ermittelt. Er soll der erbitterten Taliban-Gegnerin nicht genügend genügend Schutz gewährt haben. Seit seiner Rückkehr aus dem Exil im März steht Musharraf in Pakistan unter Hausarrest.

Im Vorfeld der bevorstehenden Parlamentswahl am 11. Mai häufen sich in Pakistan die gewaltsamen Anschläge. Allein in den vergangenen zwei Wochen sollen ihnen mehrere Dutzend Menschen zum Opfer gefallen sein. Ein Kandidat der Awami-Nationalpartei wurde nach dem heutigen Freitagsgebet in der Nähe einer Moschee in Karachi erschossen. Sein dreijähriger Sohn kam dabei ebenfalls ums Leben.

Die Wahlkommission versprach, am Wahltag rund 600.000 Sicherheitskräfte einzusetzen.