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Nach Einsturz in Bangladesch jetzt sogar über 500 Tote

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Nach Einsturz in Bangladesch jetzt sogar über 500 Tote

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Die Zahl der Toten in der eingestürzten Textilfabrik in Bangladesch ist nun sogar auf über fünfhundert gestiegen. Die Textilfirmen des Landes machen sich inzwischen Sorgen über die Auswirkungen der Katastrophe auf Ausfuhren und Arbeitsplätze. Sie fordern die Auftraggeber im Ausland auf, in der Stunde der Not lieber mit ihnen zusammenzuarbeiten, als Bangladesch den Rücken zu kehren.

Außerdem mahnt nun die Weltarbeitsorganisation, eine Einrichtung der UNO, neue Arbeitsgesetze in Bangladesch an. Kurzfristig müssten auch
alle Fabriken überprüft werden, rund sechseinhalbtausend, sagt Gilbert Houngbo, der Vertreter, den die Organisation geschickt hat. Mit den Ergebnissen und Empfehlungen müsse dann Abhilfe geschaffen werden, Regierung und Arbeitgeber gemeinsam.

Inzwischen wurde ein weiterer Mann festgenommen, dem eine Mitschuld
an dem Unglück vorgeworfen wird. Er ist Bauingenieur, wie schon zwei Festgenommene vor ihm. Dazu kommen Fabrikleiter und der Besitzer des Gebäudes. Er soll nach Informationen der Zeitung “Daily Star” zugegeben haben, die oberen Etagen des Hauses ohne Genehmigung gebaut zu haben. Auch sei ein neuntes Stockwerk gerade im Bau gewesen.

Das achtstöckige Haus war vor gut einer Woche eingestürzt. In dem Gebäude produzierten mehrere Textilfirmen; die Beschäftigten und damit auch die Opfer waren vor allem junge Frauen. Wahrscheinlich rund 150 Menschen werden noch vermisst.

Das Unglück richtete die Aufmerksamkeit wieder auf die Arbeitsbedingungen in dem südostasiatischen Land. Das bitterarme Bangladesch ist aber wirtschaftlich zum überwiegenden Teil auf die Textilausfuhren angewiesen. Kunden in aller Welt werden von hier aus mit Billigtextilien versorgt.