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Nord-süd-koreanisches Industriegebiet jetzt verwaist

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Nord-süd-koreanisches Industriegebiet jetzt verwaist

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Das nord-süd-koreanische Industriegebiet Kaesong ist bis auf weiteres jetzt verwaist: Die letzten sieben Südkoreaner, die dort überhaupt noch ausharrten, haben Kaesong verlassen. Der Norden des geteilten Landes hatte seine Arbeiter sowieso schon vor gut einem Monat abgezogen; seitdem ruht die Produktion.

Kaesong liegt in Nordkorea, in Grenznähe: Weit über hundert Firmen aus dem Süden lassen hier produzieren. Sie beschäftigen gut fünfzigtausend Nordkoreaner – der Süden bekommt also billige Arbeitskräfte, der Norden bekommt viel Geld, und beide bekommen
eine Art Annäherung.

Für gewöhnlich hat Nordkorea aber schnell genug von solcher Annäherung. Kaesong wird dann zum Druckmittel gegenüber dem Süden, ebenso wie Raketen oder Kriegsdrohungen. Dass hier jedoch wirklich alle Arbeit ruht, ist das erste Mal seit der Eröffnung vor fast neun Jahren – damals in einer Zeit der Entspannung, die jetzt aber sehr weit weg scheint.