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Portugiesen zeigen sich verdrießlich

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Portugiesen zeigen sich verdrießlich

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In Portugal hat die Bevölkerung die neuen Sparmaßnahmen der Regierung wenig begeistert aufgenommen.

Den Beschlüssen zufolge soll die Wochenarbeitszeit im öffentlichen Dienst steigen. Das Renteneintrittsalter soll erhöht und die Zahl der Beamten und Staatsangestellten gesenkt werden.

Das Volk zeigt sich ernüchtert,- so meinte diese Frau:“Die Regierung hat das Renteneintrittalter angehoben. Wenn wir eines Tages so alt sind, gibt es sowieso nichts mehr für uns. So siehts doch aus! Dabei zahlen wir heute in alle Kassen ein: Sozialversicherung und Rente! Wenn ich könnte würde ich mein Geld lieber selbst anlegen für später, wenn wir soweit sind werden wir alle leer ausgehen.”

Andere sehen die Notwendigkeit zum Sparen durchaus, befürchten aber, dass wieder mal die “Falschen” darunter leiden müssen. Eine andere Marktfrau:“Natürlich ist es nötig, zu sparen. Die Regierung sollte aber von denen nehmen, die uns das Geld in der Vergangenheit gestohlen haben, sie wissen doch wer dazu gehört. Deren Geld wird aber nicht angetastet. Ans Portemonaie geht es nur der Mittelschicht und uns,- das setzt sich durch die ganze Bevölkerung fort.”

Regierungschef Pedro Passos Coelho sieht aber keine Alternative, im Gegenteil:“Die Nichteinhaltung der mit den Geldgebern vereinbarten Sparziele würde die Gefahr eines Staatsbankrotts Portugals wiederbeleben und wohl den Austritt aus dem Euro zur Folge haben.”

Die sozialistische Opposition entgegnete, Passos fahre das Land “gegen die Wand”. Sie forderte den Rücktritt der Regierung und Neuwahlen. Auch Gewerkschaften, Rentnerverbände und andere Organisationen kritisierten die neuen Sparbeschlüsse.