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Wahlen in Malaysia: Erste Zitterpartie seit 56 Jahren

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Wahlen in Malaysia: Erste Zitterpartie seit 56 Jahren

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Die Wahllokale in Malaysia sind geschlossen. Doch noch gibt es keine Antwort auf die Frage, die die rund 13 Millionen Wahlberechtigten wohl gerade am meisten beschäftigt: Siegt das Altbewährte, oder stehen die Zeichen tatsächlich auf Veränderung? Zum ersten Mal seit 56 Jahren müssen Vertreter der Regierungskoalition der Nationalen Front (Barisan Nasional) um ihre Mehrheit bangen. Dabei können sie
mit beachtlichen wirtschaftlichen Erfolgen aufwarten und haben zuletzt großzügige Geldgeschenke an Bedürftige verteilt hat. Doch die Kluft zwischen Arm und Reich ist groß. Ein Problem, das Premier Najib Razak zum Verhängnis werden könnte.
Es sind vor allem die jungen Wähler, die ihm einen Korb geben könnten. Unter den Wahlberechtigten sind knapp zwei Millionen Erstwähler. Die Opposition mit Anwar Ibrahim an der Spitze verspricht mit der Korrpution, sozialen Ungerechtigkeiten und Rassismus aufzuräumen. Die 60 Prozent Muslime im Land genießen zahlreiche Privilegien. Die will der Oppositionsführer abschaffen.
Ergebnisse werden am Abend erwartet. Doch eines steht jetzt schon fest: Die Wahlbeteiligung war beträchtlich: Vielerorts standen die Wähler Schlange, um mitzuentscheiden, welchen politischen Kurs ihr Land künftig einschlägt.