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Beate Zschäpe - Hauptangeklagte im NSU-Prozess

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Beate Zschäpe - Hauptangeklagte im NSU-Prozess

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Die Mordserie der rechtsextremen Terrorzelle NSU
hat Deutschland erschüttert: Zwischen 2000 und 2007 sollen die Mitglieder des “Nationalsozialistischen Untergrunds” zehn Menschen ermordet haben. Die Opfer wurden aus nächste Nähe kaltblütig erschossen.

Vor dem Oberlandesgericht München müssen sich nun fünf Angeklagte verantworten. Die 38-jährige Beate Zschäpe tauchte 1998 gemeinsam mit Uwe
Mundlos und Uwe Böhnhardt unter, um einer drohenden Festnahme zu entgehen. Die drei Neonazis aus dem thüringischen Jena gründeten eine Terrorgruppe und nannten sich spätestens von 2001 an
“Nationalsozialistischer Untergrund”.

Nach dem Tod ihrer Kumpane am 4. November 2011 setzte Zschäpe die gemeinsame Wohnung im sächsischen Zwickau in Brand und verschickte die Bekennervideos mit dem “Paulchen Panther”-Motiv.

Am 8. November stellte sie sich der Polizei in Jena. Sie sitzt in
Untersuchungshaft, mittlerweile in München – und schweigt.
Zeugen beschreiben Zschäpe als gleichberechtigtes Mitglied; unter anderem soll sie das Geld der Gruppe verwaltet haben.