Eilmeldung

Eilmeldung

Kritik an Waffen aus dem 3D-Drucker

Sie lesen gerade:

Kritik an Waffen aus dem 3D-Drucker

Schriftgrösse Aa Aa

Ein US-Student hat die Baupläne einer Pistole ins Internet gestellt, die mit handelsüblichen 3D-Druckern hergestellt werden kann.

Im Internet sieht man ihn die selbst ausgedruckte Waffe problemlos abfeuern.

Der 25-jährige texanische Jura-Student Cody Wilson hatte die Pistole mit dem Namen “Liberator” entwickelt und am Wochenende den Medien vorgeführt.

Cody Wilson:“Damit haben wir eine Schwelle überschritten: Reale Waffen werden bald zuhause ausdruckbar sein. Überall, wo ein Computer ist, da ist auch eine Waffe.”

Der Vorstoß heizte die Debatte über ein Verbot solcher Waffen an, da die durch übliche Sicherheitstechnik kaum zu entdecken sind. Das einzige Metall-Teil bei der neuen Pistole ist der Schlagbolzen, der auf die Patrone trifft.

Der Senator Charles Schumer forderte schnelle rechtliche Schritte:“Wir sehen uns einer Situation gegenüber, in der jeder,- Verbrecher oder Terrorist eine Waffenfabrik in seiner Garage eröffnen kann. diese Waffen aber werden dann auch noch unentdeckbar sein. Das dreht mir den Magen um!”

Wilson bekam eine Lizenz für Produktion und Verkauf der Waffe von der zuständigen US-Behörde ATF. In den USA sei es zugleich grundsätzlich legal, selbst Waffen für den eigenen Gebrauch herzustellen, betonte eine Sprecherin des Amtes für Kontrolle von Alkohol, Tabak, Waffen und Sprengstoff.

Vor Waffen aus dem 3D-Drucker wird schon seit Jahren gewarnt. Der 3D-Druck ist stark im Kommen. Die Geräte gibt es schon seit einigen Jahren, ursprünglich waren hochwertige Drucker aber sehr teuer und wurden deshalb vor allem für das Erstellen von Modellen in der Industrie benutzt.

Inzwischen liefern allerdings auch die erschwinglichen Verbraucher-Modelle immer bessere Qualität ab. Experten sagen daher voraus, dass in Zukunft immer mehr Artikel im Alltag aus dem 3D-Drucker kommen werden.