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"Fill the Void" - Ein Film über Glaube, Liebe und Pflicht

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"Fill the Void" - Ein Film über Glaube, Liebe und Pflicht

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“Fill the Void”, das Spielfilm-Debüt von Rama Burshtein, wirft den Blick auf eine geschlossene Gesellschaft, die der orthodoxen chassidischen Juden in Tel Aviv. Es geht um eine junge Frau, die sich verpflichtet fühlt, für ihre verstorbene Schwester einzuspringen und sie an der Seite ihres Schwagers zu ersetzen. Die Idee zu dem Film kam der Regisseurin bei einer orthodoxen Hochzeit.
“Eine junge Frau kam auf mich und meine Bekannte zu. Sie war wunderschön und trug viel Schmuck, was bedeutete, dass sie sich gerade erst verlobt hatte.Meine Bekannte gratulierte ihr auf eine eigentümliche Weise, und nachdem sie fort war, sagte sie zu mir: Diese junge Frau wird den Mann ihrer verstorbenen Schwester heiraten. Das haute mich einfach um.”

Rama Burshtein ist selbst streng gläubige Jüdin, entdeckte ihren Glauben jedoch erst relativ spät, nachdem die gebürtige New Yorkerin ein Filmstudium absolviert hatte. Ihr Familiendrama war Israels diesjähriger Anwärter auf den Auslandsoscar.

“Ich war nicht immer religiös und habe an einer guten Filmschule studiert, ich verfüge also über die nötigen Werkzeuge. Religiöse Menschen würden so etwas nie tun und sie drehen auch keine Filme. Mein Film ist eine echte Premiere, weil er von einem Mitglied der Gemeinschaft stammt und nicht einem Außenstehenden, der versucht, diese Welt zu interpretieren.”

Der Film wurde 2012 auf der Mostra in Venedig vorgestellt. Hauptdarstellerin Hadas Yaron erhielt den Preis für die beste Schauspielerin.