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Keine Ermittlungen gegen spanische Königstochter

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Keine Ermittlungen gegen spanische Königstochter

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Die Tochter des spanischen Königs muss vorerst nicht vor Gericht erscheinen. Das hat das Landgericht in Palma de Mallorca entschieden. Prinzessin Cristina ist zur Vernehmung geladen worden. Grund dafür ist die Finanzaffäre um ihren Mann Iñaki Urdangarin. Er wird verdächtigt, Steuergelder in Millionenhöhe unterschlagen zu haben.

Der spanische Justizminister Alberto Ruíz Gallardón: “Unsere Justiz entscheidet unabhängig. Unsere Gesetze gelten in allen Situationen.”

Es gebe nicht genügend Beweise, um die Königstochter zu verdächtigen. Cristina ist an den Firmen ihres Mannes beteiligt. Unklar ist aber, ob sie auch Entscheidungen getroffen hat.

Gaspar Llamazares vom Parteibündnis Vereinte Linke:

“Das spanische Königshaus hat eine rote Linie zwischen dem Interesse des Staates und der Monarchie gezogen. Der König kann jetzt vor dem spanischen Volk nicht behaupten, dass vor dem Gesetz alle gleich sind.”

Der Finanzskandal belastet den Ruf der Monarchie seit Monaten. Einer Umfrage zufolge sind die spanischen Royals unpopulär wie nie zuvor. Nur die Regierung ist momentan noch unbeliebter.