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Mann aus Brasilien soll die WTO in Bewegung bringen

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Mann aus Brasilien soll die WTO in Bewegung bringen

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Der nächste Generaldirektor der
Welthandelsorganisation (WTO) kommt aus Brasilien. Nach diplomatischen Quellen haben die 159 Mitgliedsstaaten Roberto Azevêdo zum Nachfolger für den amtierenden WTO-Chef Pascal Lamy bestimmt.

Azevêdo vertritt Brasilien seit fünf Jahren bei der WTO und kommt aus dem Außenministerium.

Er hat sich gegen Herminio Blanco aus Mexiko durchgesetzt – der Ex-Handelsminister
handelte in den 1990er Jahren) das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA) aus und das Freihandelsabkommen mit der
Europäischen Union. Er galt als Kandidat der EU.

Azevêdo tritt ein schweres Erbe an. Die mächtigsten WTO-Mitglieder – USA, EU, Indien, China und Brasilien – liegen seit Jahren im Clinch über die Liberalisierung der Märkte: In der 2001 mit großen Erwartungen gestarteten Welthandelsrunde mit allen WTO-Mitgliedern herrscht Stillstand.

Die WTO soll Hemmnisse in den globalen Handels- und Wirtschaftsbeziehungen abbauen, um dadurch weltweit mehr Wachstum zu ermöglichen. Die UN-Sonderorganisation mit Sitz in Genf legt im Konsens ihrer Mitgliedstaaten Regeln für den weltweiten Handel fest. In Streitfällen fungiert sie als oberstes Schiedsgericht.

Mit Reuters