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Abzug der PKK-Kämpfer aus der Türkei beginnt

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Abzug der PKK-Kämpfer aus der Türkei beginnt

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Die Nachricht kam am 21. März zum kurdischen Neujahrsfest: Führende Persönlichkeiten der Kurdenbewegung hatten PKK-Führer Abdullah Öcalan im Gefängnis besucht und von dort seinen Aufruf mitgebracht. Der wurde am Festtag verlesen. Darin wird der Abzug der bewaffneten PKK-Kämpfer aus der Türkei mit den Worten angekündigt: “Wir haben den Punkt erreicht, wo die Waffen schweigen und die Ideen sprechen müssen. Eine Tür ist geöffnet, die vom bewaffneten zum demokratischen Kampf führt” . Die PKK-Führung hat daraufhin den Beginn des Rückzugs auf den 8. Mai 2013 gelegt. Es wird erwartet, dass die Operation mehrere Monate dauert, denn die Kämpfer müssen schwere Märsche übers Gebirge absovieren. Es geht ins irakische Kurdengebiet, das schon länger als Rückzugsgebiet dient. Seit nach dem Ende der Diktatur von Saddam Hussein die irakischen Kurden weitgehende Autonomierechte genießen, fühlen sich ihre Brüder aus der Türkei vor allem dort sicher. Das Volk der Kurden lebt über die vier Länder Türkei, Irak, Iran und Syrien verstreut. Bilder vom Abzug der rund 2.000 bewaffneten Rebellen wird es nicht geben. Zu groß ist noch das Mißtrauen der türkischen Militärführung gegenüber, die jahrzehntelang einen erbitterten Kampf gegen die PKK führte. Rund 45.000 Tote hat seit 1984 die militärische Auseinandersetzung im türkischen Kurdengebiet gefordert. Solange die Kurden noch unter dem legendären Abdullah Öcalan kämpften, antwortete die türkische Armee mit einer Taktik der “verbrannten Erde”. Zwei bis drei Millionen Kurden flohen aus diesem Gebiet. Dann wurde Öcalan 1999 vom türkischen Geheimdienst in einer völkerrechtlich fragwürdigen Aktion aus Kenia entführt, in der Türkei vor Gericht gestellt und zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde in lebenslange Haft umgewandelt, die er bis heute auf einer Gefängnisinsel verbüßt. Der kurdische Wissenschaftler Umit Firat schätzt ein, dass intensive Gespräche von Regierungsvertretern mit Öcalan vorgegangen sein müssen, ehe der dann wohl sagte: “Ich garantiere den vollständigen Abzug meiner Kämpfer, wenn ihr mich nicht im Gefängnis vermodern lasst.” Da ist hart verhandelt worden, dessen ist sich der Wissenschaftler sicher. Der jetzt begonnene Abzug ist sehr wohl in türkischem Interesse. Denn auch wenn die PKK von EU und USA als Terrororganisation eingestuft wird – das Kurdenproblem ist bisher eines der größten Hindernisse bei den Verhandlungen der Türkei mit der EU.

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