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Julianne Moore, das Muttermonster in "What Maisie Knew"

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Julianne Moore, das Muttermonster in "What Maisie Knew"

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Wenn sich Eltern streiten, verliert das Kind. Ein kleines Mädchen erlebt die Trennung von Vater und Mutter und deren Kampf um das Sorgerecht. “What Maisie Knew” heißt das Familiendrama basierend auf dem Romanklassiker von Henry James. “Das Glück der großen Dinge” lautet der deutsche Titel. Julianne Moore verkörpert die Mutter, eine exzentrische, in die Jahre gekommene Rocksängerin. “Interessant an dieser Figur fand ich ihre Selbstvergessenheit. Sie ist nicht nur eine nachlässige und zerstreute Mutter, sondern noch viel schlimmer. Sie hat ihrem Kind gegenüber ein völlig unstetes Verhalten, das schon an Missbrauch grenzt. Sie verbringt Zeit mit ihrer Tochter und überhäuft sie mit Aufmerksamkeit und dann verschwindet sie plötzlich.”

Onata Aprile spielt das kleine Mädchen zwischen den Fronten, das sein ganzes Vertrauen in die Erwachsenenwelt verliert. Um das alleinige Sorgerecht zu erkämpfen, heiratet der Vater, dargestellt von Steve Coogan, das langjährige Kindermädchen. Die Mutter kontert, indem sie sich auf eine Beziehung mit Barkeeper Lincoln einlässt.
Alexander übernimmt diese Rolle. Der Roman von 1897 sei bis heute relevant, findet der Schauspieler.
“Er spielt zwar im viktorianischen England. Aber Henry James reagierte damit auf die Gesellschaft, auf das egoistische Verhalten von Menschen, die sich nur auf sich selbst und ihre Karriere konzentrieren. Es geht um den Kampf zwischen zwei Egozentrikern, die so stark mit sich selbst beschäftigt sind, dass sie darüber ihr eigenes Kind vergessen.”

Der Film ist gerade in den USA angelaufen und kommt am 11. Juli in die deutschsprachigen Kinos.