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Pakistan steht am Sonnabend vor der Wahl

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Pakistan steht am Sonnabend vor der Wahl

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Pakistan steht vor der Wahl: Am Sonnabend stimmen die Bewohner des Landes über ein neues Parlament ab. Danach könnte ein alter Bekannter die nächste Regierung führen: Nawas Scharif, der schon Erfahrung in diesem Amt hat. Er und seine Moslemliga würden davon profitieren, dass die bisher regierende Volkspartei nach fünf Jahren an der Macht nicht viel vorzuweisen hat.

Mit einem guten Wahlergebnis kann zum ersten Mal auch Imran Khan rechnen, der als Kricketspieler zum Nationalhelden wurde. Zwar muss er jetzt im Krankenhaus seinen schweren Sturz von einer Hebebühne verkraften und auf Wahlkampf verzichten: Seine Partei, die PTI, könnte aber für Scharif wichtig werden.

Die Wahl ist durchaus historisch: Zum ersten Mal in Pakistan hat eine zivile Regierung ihre ganze Amtszeit überdauert und übergibt jetzt an ihre gewählten Nachfolger, ohne zum Beispiel einen Militärputsch.

Dafür setzen andere alles daran, die Wahl zu stören: Für die radikalen Taliban sind Wahlen unislamisch. Seit Wochen attackieren sie Wahlkampfveranstaltungen; gerade erst gab es bei Anschlägen wieder etliche Tote – mehr als hundert Tote sind es wahrscheinlich, seit der Wahlkampf vor vier Wochen begann.