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Der große Treck - Griechen und Portugiesen fliehen vor Arbeitslosigkeit

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Der große Treck - Griechen und Portugiesen fliehen vor Arbeitslosigkeit

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Die Jungen verlassen nicht nur Portugal, sie verlassen den Kontinent – Mosambik, Brasilien, Angola heißen die Ziele vieler Arbeitsemigranten. In Portugal ist jetzt beinahe jeder zehnte Einwohner arbeitslos, fast eine Million Menschen. Die Zahl der Jobsucher stieg seit dem ersten Quartal 2012 um ein Sechstel.

Portugals Arbeitslosenquote ist in den ersten drei Monaten des Jahres bei einem neuen Rekord angekommen: 17,7 Prozent meldete das Nationale Institut für Statistik. Und die Regierung bereitet das Land auf einen Höhepunkt im nächsten Jahr vor -18,5 Prozent – bevor es wieder besser werden soll. Die Jugendarbeitslosigkeit sprang von 36 auf 42 Prozent.

Portugal macht die schlimmste Rezession seit den 1970er Jahren durch.

Und das vorerst letzte Sparprogramm streicht jeden 20ten Posten im öffentlichen Dienst – insgesamt 20.000.

Vor allem junge Leute schneide die vergebliche Jobsuche nicht nur vom Arbeitsmarkt ab, warnt inzwischen EU-Arbeitskommissar László Andor, “sondern auch von der gesamten Gesellschaft.”

Auch in Griechenland waren noch nie so viele Jugendliche arbeitslos wie zu Anfang dieses Jahres. Die Arbeitslosenquote bei den unter 24-Jährigen stieg im Februar um 5 auf 64 Prozent, so das Statistikamt. Insgesamt kletterte die Arbeitslosenquote auf 27 Prozent – dreimal so viel wie vor Ausbruch der griechischen Schuldenkrise im Jahr 2009.

Griechenland steckt das sechste Jahr in der Rezession. Die Wirtschaftsleistung soll in diesem Jahr um bis zu 4,5 Prozent sinken.

Und viele gehen. Im vergangenen Jahr strömten mehr als 34.000 Griechen – vermutlich auf Arbeitssuche – nach Deutschland. Und gut nochmal so viele Menschen aus Portugal und Spanien.

Mit Reuters

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