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Wie Punkmode salonfähig wurde


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Wie Punkmode salonfähig wurde

Zerrissene T-Shirts, Lederjacken, Springerstiefel, Nieten und Stacheln, heute würde an diesem Outfit niemand mehr Anstoß nehmen. Vor über 30 Jahren war es Ausdruck der Rebellion. Das Metropolitan Museum of Art in New York zeigt in seiner jährlichen Kostümausstellung den Werdegang der Punkmode vom Chaos zur Haute Couture.“Beim Punk stand die Individualität im Zentrum”, erklärt Kurator Andrew Bolton. “Es ging darum, kreativ zu sein und keine Angst zu haben, sich selbst darzustellen, mutige Kleidung zu tragen. Punk stellte das Bestehende infrage, das allgemeine Schönheitsverständnis. All diese Elemente hatten einen großen Einfluss auf die Mode.”

Und gehören heute zum Mainstream! Designer wie Jean Paul Gaultier und Vivienne Westwood haben den Punk salonfähig gemacht. Auch die Britin Zandra Rhodes entwarf Punkmode. “Warum sollten Schlitze, Sicherheitsnadeln und Ketten nicht genauso genial eingesetzt werden, wie Farbe und Pailletten?”, fragt sie. “Für mich war es ein Abenteuer, ein Experiment mit Ketten und Sicherheitsnadeln. Ich kann zwar nicht behaupten, dass ich damit auf dem Modemarkt viel Erfolg hatte, dafür sind es heute Sammlerstücke.”

Die Ausstellung ist in sieben Galerien unterteilt und erzählt mit Original-Kleidung und Accessoires die Entstehungsgeschichte der Subkultur in London und New York. Sie zeigt dann anhand zahlreicher Designerstücke, wie Punkelemente von der Modewelt weiter verwertet wurden. “Punk: Chaos to Couture” heißt die Ausstellung, sie läuft noch bis zum 14. August.

Webseite der Ausstellung im Metropolitan Museum of Art

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