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Cleveland-Kidnapper könnte hingerichtet werden

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Cleveland-Kidnapper könnte hingerichtet werden

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Dem mutmaßlichen Kidnapper von Cleveland könnte die Todesstrafe drohen. Die Staatsanwaltschaft will eigenen Angaben zufolge prüfen, inwiefern diese Strafe für Ariel Castro angemessen sei. Der 52-Jährige war am Donnerstag wegen Entführung und Vergewaltigung angeklagt worden. Nun will der Staatsanwalt Timothy McGinty auch auf vorsätzlichen Mord klagen, was die Todesstrafe ermöglichen würde.

Timothy McGinty: “Auf Grundlage der Fakten beabsichtige ich, Anklage zu erheben für jeden Akt sexueller Gewalt, Vergewaltigung, für jeden Tag des Kidnappings, jeden verbrecherischen Angriff, all die versuchten Morde und jeden Akt vorsätzlichen Mordes den er beging, indem er die Schwangerschaften beendete.”

Castro soll bei der Entführten Michelle Knight fünfmal einen Schwangerschaftsabbruch herbeigeführt habe – durch Nahrungsentzug und Tritte in den Leib.

Die Mutter des Angeklagten ist verzweifelt: “Ich habe einen kranken Sohn, der etwas sehr Schlimmes getan hat. Ich leide enorm. Ich bitte die Mütter um Vergebung, mögen die jungen Frauen mir vergeben.”

Die Mutter der Befreiten Amanda Berry nahm unterdessen weiter Freudenbekundungen entgegen, ihre Tochter hatte in Gefangenschaft ein heute sechsjähriges Kind geboren. Vermutlich ist Castro der Vater. Auch die Entführte Gina DeJesus ist bei ihrer Familie, Michelle Knight hingegen liegt noch im Krankenhaus. Es gehe ihr aber gut, hieß es von dort. Nur ihre Familie möchte sie nicht sehen. Die Frauen waren am Montag nach gut zehnjähriger Gefangenschaft freigekommen.