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Japans aggressive Geldpolitik schickt Yen in den Keller

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Japans aggressive Geldpolitik schickt Yen in den Keller

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Japans aggressive Geldpolitik wirkt. Zum ersten Mal seit gut vier Jahren kostet der US-Dollar mehr als 100 Yen. Japans Export-Wirtschaft jubelt. China fühlt sich angegriffen, Zentralbanken in der Region senken die Zinsen oder intervenieren direkt am Devisenmarkt.

Das Schlagwort “Währungskrieg” weisen Japans Politiker und Notenbanker weit von sich.

Japans Wirtschaftsminister Akira Amari:

“Die japanische Regierung oder die japanische Notenbank haben absolut nicht die Absicht, die Währung zu manipulieren. Unser einziges Ziel ist, die negative Spirale der Deflation zu stoppen, die japanische Wirtschaft wiederzubeleben und damit zum Wachstum der Weltwirtschaft beizutragen.”

Japans Vorstoß setzt nicht zuletzt den Euro unter Aufwertungsdruck. Der Yen notiert schwach wie zuletzt Anfang 2010.

Mit Beginn der schweren Finanzkrise 2008 hatte der Yen zu vielen Währungen massiv zugelegt, weil er bei Anlegern als “sicherer Hafen” galt.

Vorbei. Über den massiven Ankauf von Staatsanleihen soll die Geldmenge bis Ende 2014 verdoppelt werden.

Bis jetzt profizieren vor allem Europas verschuldete Krisenländer: Japanische Anleger haben in den vergangenen Wochen massiv in ausländische Staatsanleihen investiert.

Mit dpa