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Pakistan: Blutigster Wahlkampf der Geschichte

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Pakistan: Blutigster Wahlkampf der Geschichte

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An diesem Samstag sind mehr als 86 Millionen Pakistaner aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Die besten Aussichten auf einen Wahlsieg hat jüngsten Umfragen zufolge die Muslim-Liga von Nawaz Sharif. Der 63jährige Oppositionschef war schon zweimal Premierminister. Allerdings sitzt ihm die Partei der beliebte Kricket-Legende Imran Khan im Nacken. Die PTI hat eine eindrucksvolle Aufholjagd hingelegt. Dass Khan nach mehreren Wirbelbrüchen infolge eines Sturzes in den vergangenen Tagen Wahlkampf per Videoschaltung vom Krankenbett betrieb, schadete seiner Beliebtheit insbesondere bei der jungen Generation nicht. Als großer Verlierer zeichnete sich im Vorfeld bereits die regierende Volkspartei PPP von Präsident Asif Ali Zardari ab. Ihr droht eine verheerende Niederlage. Ein Kandidat, der Sohn von Ex-Premierminister Yousuf Raza Gilani wurde Am Donnerstag von Unbekanntenn entführt. Bislang bekannte sich niemand zur Tat. Die Wahl wird von extremer Gewalt überschattet. Im blutigsten Wahlkampf der Geschichte Pakistans kamen mehr als 110 Menschen um, vor allem bei Angriffen der pakistanischen Taliban. Sie bekämpfen den Urnengang und Demokratie als unislamisch. Und so wird die Wahl für viele zur Mutprobe.