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Pakistan sieht mit Spannung und mit Angst dem Wahltag entgegen

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Pakistan sieht mit Spannung und mit Angst dem Wahltag entgegen

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Es sind die letzten Vorbereitungen, bevor die Pakistaner an diesem Sonnabend ein neues Parlament wählen. Zum ersten Mal hat eine gewählte Regierung ihre ganze Amtszeit bewältigt und wird nun ebenfalls durch Wahlen abgelöst. In der pakistanischen Geschichte war es sonst oft die Armee, die die Geschicke in ihre Hand nahm.

Schon im Wahlkampf haben aber die Islamisten der Taliban alles versucht, um mit Anschlägen Angst zu säen – dementsprechend sind die Sicherheitsvorkehrungen. In den Augen der Taliban sind Wahlen unislamisch.

In vier Wochen Wahlkampf sind bei Anschlägen mehr als hundert Menschen getötet worden. Da auch am Wahltag Gewalt befürchtet wird, sind mehr als sechshundert Sicherheitskräfte im Einsatz, darunter über neunzigtausend Soldaten.

Beste Chancen, der neue Regierungschef zu werden, hat offenbar Nawas Scharif mit seiner Moslemliga. Scharif hat dieses Amt schon früher ausgeübt, in den Neunzigern.

Er wird zum Regieren aber wohl Partner brauchen: Nach jetzigem Stand könnte das Imran Khan sein, der als Kricketspieler zu Ruhm kam und dann mit seiner eigenen Partei, der PTI, in die Politik ging.

Die bisher regierende Volkspartei – früher die Partei der dann ermordeten Benasir Bhutto – wird wohl abgewählt werden: Zu wenig ist ihr in den letzten fünf Jahren gelungen.

272 Sitze in der Nationalversammlung werden vergeben. Weitere sechzig Sitze sind für Frauen reserviert, zehn noch einmal für religiöse Minderheiten. Diese Sitze stehen nicht zur Wahl, sondern werden danach von den Parteien je nach ihrem Abschneiden besetzt.

Neben der Nationalversammlung werden am Samstag die Regionalparlamente aller vier pakistanischen Provinzen Pandschab, Sindh, Chaiber-Pachtunkhwa und Balutschistan gewählt.