Eilmeldung

Eilmeldung

"Unser System hat versagt": US-Kongress befasst sich mit Boston-Anschlag

Sie lesen gerade:

"Unser System hat versagt": US-Kongress befasst sich mit Boston-Anschlag

Schriftgrösse Aa Aa

Gut einen Monat nach dem Bombenanschlag in Boston geht die Ursachenforschung weiter. Dabei wird auch über mögliche Versäumnisse der Sicherheitsorgane gesprochen. Erstmals befasste sich an diesem Donnerstag der US-Kongress mit dem Attentat. Es ging unter anderem um die Frage, ob frühere Hinweise des russischen Geheimdienstes über den mutmaßlichen Attentäter Tamerlan Zarnajew in den USA falsch bewertet worden waren. FBI und CIA sollen Tamerlan zwar im Visier gehabt, aber nicht als gefährlich eingestuft haben.

Der republikanische Abgeordnete Michael McCaul meinte: “Ich befürchte, dass die Bombenleger erfolgreich gewesen sein könnten, weil unser System versagt hat. Wir können und müssen das besser machen.”

Edward Davis, der Polizeichef von Boston sagte, er sei nie über Tamerlan informiert worden. Und weiter: “Tatsache ist, es gibt keine hundertprozentige Sicherheit, damit müssen wir uns als Nation abfinden und alles tun, um uns so gut wie möglich zu schützen. Wir müssen auch begreifen, dass Fusion Center, Antiterrordateien, Geheimdienstanalysen und gemeinsame Antiterror-Teams zur Zukunft gehören.”

Unterdessen ist der Leichnam von Tamerlan Zarnajew bestattet worden. Wo genau, darüber schweigen sich die Behörden aus. Das Grab soll aber außerhalb des Bundesstaats Massachusetts sein, in dem Boston liegt. Mehrere Friedhöfe hatten zuvor eine Annahme des Leichnams verweigert. Er lag bisher in der Stadt Worcester bei einem Bestatter.

Weiterführende Links

Sicherheits-Ausschuss im US-Kongress mit Infos zur Anhörung
Homepage der Stadt Worcester mit der Nachricht der Bestattung