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Doppelanschlag in der Türkei: Ankara verdächtigt syrisches Regime

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Doppelanschlag in der Türkei: Ankara verdächtigt syrisches Regime

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Mehr als 40 Tote, mehr als hundert Verletzte. Zwei Anschläge haben die türkisch-syrische Grenzstadt Reyhanli erschüttert.

Zwei mit Sprengstoff beladene Fahrzeuge explodierten im Zentrum. Ein Sprengsatz sei nahe dem Rathaus, ein zweiter neben der Post hochgegangen, bestätigte das türkische Innenministerium.

Die Bilder zeigen massive Zerstörungen – eine Explosion riss ein riesiges Loch in die Straße.

Offenbar ist noch völlig unklar, wer hinter den Anschlägen steckt. Regierungschef Recep Tayyip Erdogan erklärte aber, zu den Verdächtigen gehöre das syrische Regime: “Die Provinz Hatay liegt an der Grenze zu Syrien. Und die Situation dort ist instabil. Die Attentäter glauben durch ihre Provokation ihre Ziele erreichen zu können.”

Die Behörden wollen nun alles tun, um die Täterschaft der Regierung in Damaskus zu beweisen.

Mehrere tausend Bürgerkriegsflüchtlinge haben sich in den vergangenen beiden Jahren in der Grenzstadt und in ihrer Umgebung niedergelassen.

Die Region ist seitdem immer wieder Ziel von Angriffen geworden.

Zuletzt waren im Februar bei einem Autobombenanschlag auf den Grenzposten Cilvegözu 17 Menschen getötet und 30 weitere verletzt worden. Ankara machte Syrien dafür verantwortlich.