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Französische Frauenärzte helfen syrischen Flüchtlingen

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Französische Frauenärzte helfen syrischen Flüchtlingen

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Das Flüchtlingslager Zaatari im Norden Jordaniens: 120.000 Syrer haben sich hier vor dem Krieg in ihrer Heimat in Sicherheit gebracht. Drei- bis fünftausend Schwangere leben in dem Lager, schätzt die französische Hilfsorganisation Gynécologie Sans Frontières.

Chef der Mission ist Francis Colasson. In seiner Klinik kommen täglich acht bis zehn Babys zur Welt. Warum er hier ist? “Weil das hier echte Medizin am Menschen ist – und das vor dem Hintergrund eines Kriegs, was wir in unserem Leben gar nicht kennen,” meint Francis Colasson. “Es ist eine außerordentliche menschliche Erfahrung, aber auch eine interessante berufliche. Das Problem ist, dass es überall an Geld fehlt. Wir machen diesen Job mit dem absoluten Minimum, aber wir machen ihn, so gut wir können.”

Die Syrerin Rasha hat drei Kinder. Sie ist vor rund einem Monat aus der Nähe von Daraa geflohen. Ihre Tochter Leel brachte sie am Montag zur Welt. Heute ist sie wieder in der Klinik, ihre Tochter scheint unter Flüssigkeitsmangel zu leiden. “Was die medizinische Ausrüstung betrifft, ist es in Ordnung. Die Ärzte kümmern sich gut um uns. Die Hebammen sind toll, alle geben sich große Mühe. Ich hoffe, die Lage in Syrien verbessert sich, damit wir zurück können. Egal, ob wir hier bleiben oder zurückgehen, ich befürchte, dass es sehr hart für uns wird.”