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Historisches Urteil: Ex-Diktator Guatemalas wegen Völkermord verurteilt

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Historisches Urteil: Ex-Diktator Guatemalas wegen Völkermord verurteilt

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Der frühere Machthaber Guatemalas Efraín Rios Montt ist wegen Völkermordes und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt worden. Gegen den 86-Jährigen wurde eine Strafe von insgesamt 80 Jahren Gefängnis verhängt.

Für die Richter war es erwiesen, dass Rios Montt Anfang der 80er Jahre für Ermordung, Folter und die Zwangsumsiedlung von Maya-Indianern verantwortlich war. Fast zweitausend Menschen waren davon betroffen. Er habe den Stamm der Ixil ausradieren wollen, den der frühere Diktator Guatemalas als Sammelbecken linker Guerilla betrachtete.

Eine Angehörige meint, zwar werde der Schmerz durch das Urteil nicht verschwinden. Aber es garantiere, dass sich diese Grausamkeiten, die die Armee in Guatemala begangen hat, nicht wiederholten. Zumindest könne sie nun ihrem Bruder sagen, dass er in Frieden ruhe und dass sein Henker ins Gefängnis gehe.

Rios Montt kündigte an, in Berufung zu gehen.

Das Urteil gilt unter Menschenrechtsaktivisten und Juristen als historisch. Nie zuvor wurde ein früherer Staatschef von einem einheimischen Gericht wegen Völkermordes verurteilt.