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Wendepunkt? Hinweise auf chemische Waffen in Syrien verdichten sich

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Wendepunkt? Hinweise auf chemische Waffen in Syrien verdichten sich

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Überschattet von internationalen Untersuchungen, wer in Syrien chemische Waffen einsetzt, gehen die Kämpfe dort unvermindert weiter.

In Halfayeh hat die regierungstreue Armee gestern 25 Menschen getötet. Dieser Freitag markiert das Ende einer einmonatigen Waffenruhe zwischen Militär und Rebellen. Halfayeh ist seit fünf Monaten in der Hand der Aufständischen, die sich weigern, aus der Stadt abzuziehen. Denen hatte die Assad-treue Armee ein entsprechendes Ultimatum gesetzt, das verstrich.

Unterdessen beschuldigte die türkische Regierung das Regime in Damaskus erneut, chemische Waffen einzusetzen. Der von den USA angekündigte Wendepunkt sei nun erreicht, so der türkische Ministerpräsident.

Der Außenminister Ahmet Davutoglu erklärte, kürzlich habe es mehrere Anschuldigungen gegeben, wonach bei einigen Angriffen chemische Waffen eingesetzt worden seien. Die Türkei habe diese Vorwürfe sehr ernst genommen. Seitdem seien bei Menschen aus den betroffenen Gebieten Tests gemacht worden und es gebe mehrere Anzeichen für deren Einsatz.

Die Situation bleibt dennoch unklar: Das gleiche hatte wenige Tage zuvor Carla del Ponte, Mitglied der UN-Kommission zur Untersuchung der Kriegsverbrechen in Syrien, den Rebellen vorgeworfen. Ihre Beschuldigung wurde später jedoch abgeschwächt.