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Bulgarische Parlamentswahl unter Manipulationsverdacht

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Bulgarische Parlamentswahl unter Manipulationsverdacht

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In Bulgarien haben die vorgezogenen Parlamentswahlen begonnen. Und schon überschatten Manipulationsvorwürfe den Urnengang. 350 000 illegal gedruckte Stimmzettel wurden gestern sichergestellt – in der Druckerei eines Mitglieds der ehemaligen Regierungspartei GERB. Die war im Februar nach Massenprotestengegen Armut und Korruption zurück getreten. Doch allen Protesten zum trotz hat die konservative GERB unter Boiko Borissow Wahlprognsen zufolge erneut beste Aussichten auf einen Wahlsieg. Zweitstärkste Kraft könnten demnach die Sozialisten werden. Außerdem könnten mehrere kleine Parteien den Einzug ins Parlament schaffen. Rund sieben Millionen Wähler sind aufgerufen, die 240 Abgeordneten neu zu bestimmen. Das Schwarzmeerland gilt als Armenhaus der EU. Jeder fünfte Bulgare lebt in Armut. Im halbjährlich verfassten Fortschrittsbericht bescheinigt die Europäische Kommission dem Land außerdem immer wieder gravierende Mängel bei der Justizreform, sowie bei der Bekämpfung von Korruption und organisierter Kriminalität.