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Keine klare Mehrheit in Bulgarien - schwierige Regierungsbildung

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Keine klare Mehrheit in Bulgarien - schwierige Regierungsbildung

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Nach der vorgezogenen Parlamentswahl am Sonntag sieht Bulgarien einer schwierigen Regierungsbildung entgegen: Klare Mehrheiten brachte das Votum im ärmsten Land der EU nicht. Die bürgerliche Regierungpartei, die im Februar nach Protesten gegen schlechte Lebensbedingungen und Korruption das Handtuch geworfen hatte, errang zwar die meisten Stimmen – doch mit etwa 31 Prozent liegt sie nur um Weniges vor den Sozialisten.

“Sie müssen schnell eine Regierung bilden, egal mit welcher Koalition. Es wäre schlimm, immer neue Wahlen zu haben und dafür Geld auszugeben”, meint eine Bewohnerin von Sofia.

Meinungsforscher befürchten hingegen, dass im Herbst eine neue Wahl nötig wird. Denn der geschasste Ministerpräsident Boiko Borissow und seine Partei GERB können auf wenige Koalitionspartner setzen. Sie wollen wieder eine Minderheitsregierung bilden.

Genau das wollen die zweitplatzierten Sozialisten unter Sergej Stanischew verhindern, sie werfen GERB Wahlmanipulation vor. Sie wollen mit den kleineren Parteien versuchen, eine Koalition zu bilden.