Eilmeldung

Eilmeldung

Nach blutigen Arbeitskämpfen - Platinproduzent streicht tausende Jobs

Sie lesen gerade:

Nach blutigen Arbeitskämpfen - Platinproduzent streicht tausende Jobs

Schriftgrösse Aa Aa

Heftige Kritik für seine Entlassungspläne in Südafrika erntet der größte Platinförderer der Welt, Anglo American Platinum (Amplats). Politiker des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) und Gewerkschafter protestierten gegen das Vorhaben, 6.000 Arbeitsplätze zu streichen. Nach blutigen Arbeitskämpfen in der südafrikanischen Minenbranche im vergangenen Jahr wollte das Unternehmen urspünglich 14.000 Minenarbeiter entlassen, rund ein Viertel der Beschäftigten.

Amplats hatte nach den Arbeitskämpfen und acht Wochen Produktionsausfall für das vergangene Jahr zum erstenmal Verluste gemeldet – gut eine halbe Milliarde Euro. Der Stellenabbau, vor allem in der Mine Rustenburg, soll rund 200 Millionen Euro einsparen.

Das weltweite Platinangebot war 2012 auf ein 12-Jahrestief zurückgefallen – das Preisniveau blieb in etwa gleich.

Nach der Ankündigung stürzte der Aktienkurs an zwei Börsentagen um je gut vier Prozent ab.

Mit dpa