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Nach Fabrikeinsturz in Bangladesch: Zara und H&M für mehr Sicherheit

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Nach Fabrikeinsturz in Bangladesch: Zara und H&M für mehr Sicherheit

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Mehr als 1.100 Arbeiter in Bangladesh sind tot.
In den Trümmern des vor drei Wochen eingestürzten Gebäudes am Stadtrand von Dhaka fanden sich Kleidung und Auftragsformulare von einem halben Dutzend westlicher Modemarken, darunter auch der spanischen Firmen Mango und El Corte Inglés und der italienischen Modefirma Benetton. Ein Image-Gau.

Eine französische Aktivistin:

“Dies sind die Werkstätten der Welt. Dort sind die Produktionskosten niedriger, also ist das kein Wunder. Industrien mit Lust auf große Margen und große Gewinne, kaufen da ein, wo die Preise am niedrigsten sind. “

Für die 20 Euro, die ein europäischer Arbeitnehmer im Schnitt in der Stunde kostet, arbeitet ein Mindestlöhner in China 12,5 Stunden, der Kollege in Bangladesch mehr als 50. Der Kontrast ist durch Produktivitätsunterschiede nicht zu erklären.

Die beiden größten Modekonzerne der Welt, Hennes + Mauritz (H&M) und Inditex (Zara) unterstützen jetzt ein Abkommen über Feuer- und Gebäudeschutz.

Noch am vergangenen Sonntag hatte eine Untersuchungskommission die Arbeitsbedingungen in fast 950 Fabriken als riskant eingestuft.

In den mindestens 4000 Textilunternehmen in Bangladesch arbeiten mehr als 3,5 Millionen Menschen. Bangladesch ist der größte Textilexporteur nach China.

Mit dpa, Reuters