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Rubygate: Anklage fordert sechs Jahre Haft für Berlusconi

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Rubygate: Anklage fordert sechs Jahre Haft für Berlusconi

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Im Prozess gegen Silvio Berlusconi in Mailand wegen der Rubygate-Affäre hat die Staatsanwaltschaft sechs Jahre Haft gefordert sowie ein Verbot, in Zukunft irgendein öffentliches Amt zu übernehmen. Sie hält Berlusconi für schuldig, wissentlich Sex mit der damals minderjährigen Prostituierten Ruby gehabt zu haben und wirft ihm “systematische Prostitution” in seiner Villa vor.

Richtig, findet ein 90-Jähriger Italiener: “Die Anklägerin tut gut daran, die Dinge voranzutreiben, und wer sich etwas zu Schulden kommen lässt, muss auch bestraft werden und ins Gefängnis kommen. Wir haben die Nase voll. Ich stamme aus Mailand und bin 90 – und ich habe nie solche schmutzigen Spiele gegen Richter gesehen wie jetzt, nicht einmal unterm Duce im Faschismus.”

Über viereinhalb Millionen Euro habe Berlusconi “Ruby” gezahlt, so die Anklägerin. Die beiden Betroffenen streiten alle Vorwürfe ab, die Verteidigung des Ex-Regierungschefs wird im Juni vemutlich auf Freispruch plädieren. In einem anderen Prozess war Berlusconi gerade wegen Steuerbetrugs verurteilt worden, das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.