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Gegen die Krise: Eurogruppe schmiedet Rettungspläne

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Gegen die Krise: Eurogruppe schmiedet Rettungspläne

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Zypern hat vom Europäischen Stabilitätsmechanismus (EMS) eine erste Hilfszahlung in Höhe von zwei Milliarden Euro erhalten.
Bei einem Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel lobten die Teilnehmer die Bemühungen der Zyprer bei der Umgestaltung ihres Bankensystems. Griechenland hingegen forderten die Minister zur Beschleunigung seiner Reformen auf.

“Griechenland muss die verabredeten Maßnahmen zur Umgestaltung des Steuersystems in vollem Umfang umsetzen, damit die Last gerecht verteilt wird. Außerdem müssen die Liberalisierung bisher geschützter Berufe und die Belebung des Wettbewerbs vorangetrieben werden”, so Jeroen Dijsselbloem, Chef der Eurogruppe.

Und doch hat der Euroraum seine Sorgenkinder, so etwa Slowenien. Dessen maroder Bankensektor ist für die Euro-Finanzminister ein Grund mehr, über bankrottvorbeugende Maßnahmen zu nachzudenken. Olli Rehn, EU-Kommissar für Wirtschaft und Finanzen, versprach eine baldige Einigung: “Wir haben bei der Planung verbindlicher Regeln für die Rekapitalisierung von Banken durch den ESM beachtliche Fortschritte gemacht. In den nächsten Monaten müssen wir intensiv an einem Abschluss arbeiten.”

Euronews-Reporterin Isabel Marques da Silva berichtet aus Brüssel: “Die Diskussion über eine Bankenunion und das makroökonomische Ungleichgewicht von 13 Ländern wird beim Treffen des Ecofin, des Rats für Wirtschaft und Finanzen, hier in Brüssel fortgeführt werden. Im Zentrum der Beratungen werden aber Maßnahmen im Kampf gegen Steuerflucht – und Hinterziehung stehen – denn diese sollen bereits auf dem EU-Gipfel am 22. Mai beschlussreif sein.”