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Überangebot: OPEC vor Ölkrise?

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Überangebot: OPEC vor Ölkrise?

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Erdöl wird in den kommenden fünf Jahren nicht knapp, im Gegenteil. Die Internationale Energieagentur prognostiziert ein Wachstum des weltweiten Ölangebots, hauptsächlich aus Förderstätten in Nordamerika. Die USA dürften bis 2020 das OPEC-Mitglied Saudi-Arabien als größten Förderer ablösen. Die wachsende Ölgewinnung durch das – ökologisch umstrittene – Fracking und andere Technologien, mit denen einst unerreichbare Reserven ausgepresst werden können, werde den Einfluss der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) an den Ölmärkten zurückdrängen. Schon im laufenden Jahr werde vermutlich weniger OPEC-Öl nachgefragt als gefördert.

Fracking wird von Ökologen als riskant eingestuft für Grundwasser und Klima, und wegen erhöhter Erdbebengefahr. Dabei wird in Tiefbohrungen eine Flüssigkeit („Fracfluid“) eingepresst, um im Gestein Risse zu erzeugen, aufzuweiten und zu stabilisieren – und dadurch Öl und Gas zugänglich zu machen.

Die Internationale Energieagentur IEA ist eine autonome Einheit der OECD.

Mit Reuters