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65 Jahre Nakba - Palästinenser erinnern an Vertreibung durch Israel

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65 Jahre Nakba - Palästinenser erinnern an Vertreibung durch Israel

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Die Palästinenser haben heute der Nakba gedacht. Nakba, Katastrophe, steht für die Vertreibung arabischer Palästinenser aus dem früheren britischen Mandatsgebiet Palästina aus Anlass der Gründung des Staates Israel 1948.

In Ramallah fand die zentrale Kundgebung der Palästinenser statt. “Das Recht auf Rückkehr dürfen wir niemals aufgeben. Wir müssen dafür kämpfen”, sagte ein alter Mann, der an der Kundgebung teilnahm.

Im ganzen Westjordanland und dem Gazastreifen beteiligten sich mehrere zehntausend Menschen an den Trauerveranstaltungen und Protestumzügen. Sie forderten eine Ende der israelischen Besatzung und das Recht der Flüchtlinge in ihre Heimatorte zurückzukehren. Viele zeigten symbolisch die Schlüssel ihrer Häuser, aus denen sie 1948 vertrieben wurden.

In Jerusalem wurden die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt, in diesem Jahr fiel der Nakba-Tag mit dem jüdischen Fest Schawuot zusammen. Hier kam es am Damaskustor zur Altstadt zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und palästinensischen Demonstranten. 19 Palästinenser wurden verhaftet, weil sie Beamte mit Steinen und Flaschen beworfen haben sollen. In Hebron wurden vier israelische Besatzungssoldaten verletzt als ihr Jeep mit einem Molotowcocktail beworfen wurde. Nach palästinensischen Angaben wurden bei den Ausschreitungen mehrere Palästinenser verletzt.

Einer Statistik der Vereinten Nationen leben mehr als 1,3 Millionen Palästinenser in Flüchtlingslagern im Gazastreifen und im Westjordanland. Dazu kommen 5 Millionen registrierte Lagerinsassen in Jordanien, dem Libanon und Syrien. Nach Angaben des Statistischen Amtes der palästinensischen Autonomiebehörde leben weltweit 11,5 Millionen Palästinenser.