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"Aggressives Vorgehen": US-Regierung soll Journalisten bespitzelt haben

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"Aggressives Vorgehen": US-Regierung soll Journalisten bespitzelt haben

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Die Nachrichtenagentur AP ist vergangenes Jahr offenbar von der US-Regierung ausspioniert worden. Diese habe so versucht, eine undichte Stelle zu finden, die immer wieder vertrauliche Informationen der Sicherheitsorgane an Journalisten durchstach, hieß es von der Agentur. US-Justizminister Eric Holder bestätigte die Bespitzelung und sagte, das Leck zu finden sei äußerst wichtig gewesen für die nationale Sicherheit.

Holder: “Es handelt sich um eines der zwei oder drei schwerwiegendsten Lecks, die ich bisher gesehen habe. Es hat das amerikanische Volk gefährdet, und das ist keine Übertreibung. Herauszufinden, wer für das Leck verantwortlich war, verlangte meiner Meinung nach ein sehr aggressives Vorgehen.”

Womöglich, so mutmaßt AP, wurden vertrauliche Informationen über eine Aktion der CIA weitergegeben, die einen Terroranschlag der Al-Kaida im Jemen vereitelt haben soll, worüber die AP berichtete. Die Behörde wollen nun wissen, wer die vertraulichen Informationen an AP weitergab.

Der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney: “Barack Obama achtet sehr genau darauf, dass als vertraulich eingestufte Informationen auch geheim und vertraulich bleiben, um unsere nationalen Sicherheitsinteressen zu schützen. Man muss dabei sehr sorfgältig abwägen.”

Die geheime Aktion der Regierung sorgte für Empörung. Bürgerrechtler, Pressevertreter und Politiker protestierten gegen das Vorgehen. Die oppositionellen Republikaner forderten den Rücktritt Holders. Der Minister habe das öffentliche Vertrauen in “unerhörter” Weise verletzt und die Verfassung missachtet, hieß es.

Weiterführender Link

Brief der AP an Eric Holder