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Boykott der Robbenjagd kostet EU Beobachterstatus im Arktischen Rat

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Boykott der Robbenjagd kostet EU Beobachterstatus im Arktischen Rat

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Zum Abschluss seiner Ministertagung im nordschwedischen Kiruna hat der Arktische Rat mehrere neue Mitglieder aufgenommen. China, Indien Japan, Singapur, Südkorea und Italien erhielten Beobachterstatus. Wegen des EU-Handelsverbots für Robbenprodukte verhinderte Kanada mit seinem Veto die Aufnahme der EU als ständiger Beobachter. Für den finnischen Außenminister Erkki Tuomioja macht die Aufnahme nicht-arktischer Staaten Sinn:

“Es geht um Umwelt, Umweltschutz und Schutz der Lebensgrundlagen der Ureinwohner. Es ist also auch ein Lernprozess für sie, am Verhandlungstisch zu sitzen und zu sehen, was die wirklichen Probleme sind”, meinte Außenminister Tuomioja.

Neben Fragen des Umweltschutzes und der gegenseitigen Katastrophenhilfe ging es in Kiruna auch um die Ausbeutung arktischer Bodenschätze. Vor allem Kanada, das in den kommenden zwei Jahren den Vorsitz des Arktischen Rates übernimmt, setzt sich für eine stärkere wirtschaftliche Nutzung der Arktis und den Ausbau der Schiffsrouten ein.

Der Arktische Rat war 1996 gegründet worden. Ihm gehören die USA, Kanada, Russland, Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden an. Auch sechs Dachorganisationen von Ureinwohnern sind Mitglieder. Mehrere nicht-arktische Staaten, darunter Deutschland und Großbritannien, haben den Status ständiger Beobachter.

Weiterführender Link

Arktischer Rat (englisch, russisch)