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Drei Milliarden Euro für Mali

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Drei Milliarden Euro für Mali

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Die internationale Gemeinschaft hat dem westafrikanischen Staat Mali Finanzhilfen in Höhe von mehr als drei Milliarden Euro angeboten. Dies wurde zum Abschluss einer Geberkonferenz in Brüssel mitgeteilt. Deutschland stellt 100 Millionen Euro bereit. “Wir haben ein Zwölf-Punkte-Programm, zu dem Vorhaben in der Wirtschaft, Infrastruktur und im sozialen Bereich zählen”, so Tieman Hubert Coulibaly, der Außenminister Malis. “Unwissen und Armut sind der Nährboden für Extremismus und Terrorismus.” Ertharin Cousin, Geschäftsführerin des Welternährungsprogramms, wies auf rund 300.000 Menschen hin, die aus dem Norden des Landes in den Süden geflüchtet seien. Weitere 175.000 lebten in den Nachbarländern. Und weiteren 700.000 Menschen müsse mit Nahrungsmitteln geholfen werden. Der französische Entwicklungsminister Pascal Canfin erinnerte an die für Ende Juli geplanten Präsidentschaftswahlen in Mali: “Wir werden die für den 28. Juli festgesetzten Wahlen sehr aufmerksam beobachten. Die bereitgestellten Mittel verpflichten Mali zu mehr Demokratie.” Auch aus Brüssel hieß es, Mali müsse die angekündigten politischen und wirtschaftlichen Reformen wie vereinbart umsetzen.