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Ergebnislose Verhandlung im Atomstreit

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Ergebnislose Verhandlung im Atomstreit

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Die Gespräche zwischen der Internationalen Atomenergiebehörde und dem Iran in Wien sind wie erwartet gescheitert – wie auch schon die vorigen neun Gesprächsrunden. Bisher ging es nicht um Inhaltliches, sondern nur darum, sich auf ein Vorgehen im Atomstreit zu einigen. Ein neues Treffen wurde nicht vereinbart.

Der iranische Gesandte Ali Asghar Soltanieh nannte die Diskussion dennoch “konstruktiv”: “Wir haben beschlossen, beide Seiten sollen die gemachten Vorschläge durchgehen und beim nächsten Treffen Lösungen präsentieren. Ziel ist es, die Kluft zu überbrücken, um beim nächsten Mal ein Ergebnis zu erhalten.”

In Istanbul versucht auch EU-Chefdiplomatin Catherine Ashton den iranischen Chefunterhändler Said Dschalili bei einem Arbeitsessen von einer Zusammenarbeit zu überzeugen. Doch mit Fortschritten wird auch hier nicht gerechnet – kurz vor der Präsidentenwahl Mitte Juni im Iran. Dschalili, der sich zur Wahl stellt, schloss bereits im Vorfeld einen Kurswechsel in der künftigen Atompolitik seines Landes aus.

Israel und die USA drohen dem Iran mit einem möglichen Angriff, sollte Teheran das Atomprogramm nicht herunterschrauben. Die internationale Gemeinschaft verdächtigt das Land, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Kernkraft heimlich am Bau von Atomwaffen zu arbeiten. Teheran weist das zurück.)