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Iranisches Atomprogramm: Lange Reden, kurzer Sinn


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Iranisches Atomprogramm: Lange Reden, kurzer Sinn

In der Türkei und in Österreich wird erneut über das iranische Atomprogramm verhandelt. In Wien sind die Internationale Atomenergiebehörde und der Iran zu Gesprächen zusammengekommen. Diese verliefen bisher ergebnislos. Ein Streitpunkt sind Untersuchungen der iranischen Atomanlagen durch die IAEA.

In Istanbul trifft der iranische Chefunterhändler Said Dschalili am Abend die EU-Chefdiplomatin Catherine Ashton als Vertreterin der 5+1-Gruppe. Dschalili warnte vor dem Treffen vor falschen Hoffnungen auf einen Kurswechsel seines Landes in der Atompolitik.

“Die kommende Präsidentenwahl im Iran ist ein Grund für beide Seiten, erst einmal abzuwarten. Deswegen ist es eher unwahrscheinlich, dass eine wichtige Vereinbarung erzielt wird, die entweder den Atomkonflikt oder die Wahl beeinflusst,” schätzt der iranische Journalist Serge Barseghian der Reformer-Zeitung “Etemad”.

Der Iran wählt am 14. Juni einen neuen Präsidenten. Dschalili selbst steht zur Wahl und ihm werden gute Chancen auf das Amt ausgerechnet. Ob es danach zu größerer Transparenz in der iranischen Atompolitik kommt, bleibt abzuwarten. Der Westen verdächtigt das Land, am Bau von Atomwaffen zu arbeiten, statt die Kernkraft für friedliche Zwecke zu nutzen, wie Teheran vorgibt.

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