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Tag der Nakba - Palästinenser gedenken der Vertreibung von 1948

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Tag der Nakba - Palästinenser gedenken der Vertreibung von 1948

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Palästinenser in der ganzen Welt begehen heute den 65. Jahrestag der so genannten Nakba, der Vertreibung arabischer Palästinenser aus dem früheren britischen Mandatsgebiet Palästina.

Wie hier in Ramallah kam es in den palästinensischen Autonomiegebieten zu Demonstrationen, Kundgebungen und Streiks. In der Nähe von Bethlehem versuchten Demonstranten gewaltsam in die Heimatorte ihrer Vorfahren zu gelangen, die heute auf israelischem Boden liegen. Soldaten der israelischen Armee gingen mit Tränengas gegen die Männer vor, es kam zu zahlreichen Verhaftungen.

Nach dem UN-Teilungsplan wurde aus Gebieten Palästinas im Mai 1948 der unabhängige Staat Israel. Mehr als 800.000 Palästinenser mussten im arabisch-jüdischen Bürgerkrieg ihre Heimatorte verlassen. Zuflucht fanden sie im heutigen Westjordanland, dem Gazastreifen und in benachbarten arabischen Ländern. Palästinensischen Angaben zufolge wurden dabei mehr als 700 Dörfer und Städte zerstört und 15.000 Palästinenser getötet. Der 15. Mai wird seither als Tag der Nakba, als “Tag der Katastrophe” begangen.