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Häftlinge stricken sich in die Freiheit

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Häftlinge stricken sich in die Freiheit

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Strafvollzug auf Brasilianisch. 20 Häftlinge des Gefängnisses Ariosvaldo Campos Pires im Bundesstaat Minas Gerais stricken sich eine bessere Zukunft. Sie beteiligen sich an einem Projekt, das für eine lokale Designerin Strickwaren herstellt. Diese werden bis nach Japan und die USA exportiert.

Die schweren Jungs sind ganz angetan, nicht nur weil sie 75 % des brasilianischen Mindestlohns erhalten: “Das stärkt das Selbstwertgefühl. Wir alle öffnen die Türen zur Arbeit und Beschäftigung”, sagt Ex-Häftling Celio Tavares.

Designerin Raquell Guimnares kam aus purer Not auf die Idee. Weil sie keine Arbeitskräfte für ihre wachsendes Unternehmen fand, wandte sie sich an das Sozialministerium von Minas Gerais und die empfahlen dann die Häftlinge.