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Iran will weiterverhandeln aber Anreicherung nicht aufgeben

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Iran will weiterverhandeln aber Anreicherung nicht aufgeben

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Bei den Atomgesprächen mit dem Iran zeichnen sich keine Fortschritte ab. Nach der jüngsten Verhandlungsrunde in Istanbul bezeichneten beide Seiten die Gespräche zwar als fruchtbar, konkrete Ergebnisse wurden aber nicht erzielt.

Der iranische Chefunterhändler Said Dschalili sagte, man arbeite an einem Termin für die Fortsetzung der Gespräche: “Egal, ob vor oder nach den Präsidentschaftswahlen, diese Gespräche sind von nationaler Bedeutung und gehen über die politischen Unterschiede zwischen den Parteien hinaus”, sagte Dschalili.

Dschalili selbst kandidiert bei der Präsidentschaftswahl Mitte Juni. Auch nach den Wahlen werde der Iran auf seinen Atomrechten bestehen, fügte Dschalili hinzu. Ein Verzicht auf die umstrittene Urananreicherung sei undenkbar.

Die Westmächte und Israel verdächtigen den Iran, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Kernkraft heimlich am Bau von Atomwaffen zu arbeiten. Teheran weist dies zurück. Die USA und Israel schließen einen Angriff auf den Iran nicht aus, wenn sich das Land ihrer Auffassung nach der Fähigkeit, Atomwaffen herzustellen, nähert. Die Verhandlungen mit den Iran über sein Atomprogramm treten seit Jahren auf der Stelle.