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Neue EU-Außengrenze in Kroatien - ein Albtraum

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Neue EU-Außengrenze in Kroatien - ein Albtraum

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Am 1. Juli soll Kroatien der EU beitreten. Auch wenn das nicht automatisch bedeutet, dass Kroatien auch Teil des grenzkontrollfreien Schengenraumes wird, bemüht sich die ehemalige jugoslawische Teilrepublik doch, die neuen Außengrenzen der EU so abzusichern, dass sie den Schengen-Standards entsprechen. Einer der wichtigsten Übergänge ist bei Lipowatz an der Grenze zu Serbien.

“In den vergangenen Jahren hat sich einiges verändert, was unsere Ausrüstung, die Zahl der Grenzbeamten angeht. Nicht nur an den Grenzübergangsstellen sondern generell. Wir haben neue Fahrzeuge, neue Ferngläser, Wärmebildkameras, Nachtsichtgeräte, die wir brauchen, um illegale Grenzgänger aufzuspüren”, schildert Josip Perkovic vom Grenzübergang Bajakovo.

Lipowatz liegt an der berüchtigten Balkanroute über die Waren und Menschen nach EU-Europa geschmuggelt werden. Die EU-Außengrenze, die Kroatien sichern muss, besteht aus 1377 Kilometer Land- und 1000 Kilometer Seegrenze. Eine Herkulesaufgabe, der das Land versucht nachzukommen, in dem es die Zahl der Grenzübergänge halbiert. Für die Anwohner jener Dörfer, durch die die Grenze zu Bosnien-Herzegowina geht, ein Albtraum.