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Dschalili: "Den Preis für den Syrienkrieg zahlt Europa"


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Dschalili: "Den Preis für den Syrienkrieg zahlt Europa"

Der Bürgerkrieg in Syrien geht mit unverminderter Härte weiter und eine Lösung scheint nicht in Sicht. Bei seinem Besuch in Russland forderte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon jetzt eine Syrien-Konferenz, an der nach dem Willen Moskaus auch der Iran teilnehmen soll. Dessen Atomunterhändler Said Dschalili sandte derweil bei euronews eine Warnung an die Europäer.

Dschalili: “Den Preis zahlen nicht nur die Syrer. Er wird auch von den Europäern gezahlt. Durch ihr falsches Verhalten haben sie es den Terroristen ermöglicht, Tausende Kilometer von Aufghanistan bis an die Grenze Europas zu gelangen. Darüber sollten sich die Europäer auch Sorgen machen.”

Unterdessen brachte das Treffen zwischen Dschalili und der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton zum iranischen Atomprogramm keine nennenswerten Fortschritte. Während der Westen weiter skeptisch ist, sagt Dschalili, sein Land kooperiere ausgesprochen gut mit der internationalen Atomenergiebehörde IAEA.

Dschalili: “Wir haben den Inspektoren immer den Zugang ermöglicht. Wir haben der Behörde die beste Zusammenarbeit gewährt, die möglich ist. Ich würde sogar sagen, dass das Ausmaß der Zusammenarbeit einmalig und beispiellos ist.”

Eines machte er ebenfalls klar: Nach den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen im Iran werde es keinen Kurswechsel in Sachen Atom geben. Auch dann nicht, wenn er Nachfolger von Mahmud Ahmadinedschad werden sollte. Erst kürzlich reichte er seine “Kandidatur für das Präsidentenamt“http://de.euronews.com/2013/05/13/praesidentenwahl-im-iran-wer-macht-das-rennen ein.

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